Siedlung im Komponistenviertel

    Baujahr: 1996 – 2005

    Deutscher Bauherrenpreis 1996

    Modernisierung „Hohe Qualität – tragbare Kosten“

    Investition / Baukostenca. 35.002.800 €

    Objektbeschreibung

    Ausgangssituation
    Das Komponistenviertel ist eine Großsiedlung aus den 50er Jahren (ca. 700 Wohnungen) im Norden Ingolstadts. Der Zustand der Bauten und der Haustechnik und ihre nicht mehr zeitgemäße innere Aufteilung machten eine umfassende Sanierung erforderlich. Ziel der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme war die Aufwertung des Quartiers zu einem attraktiven Wohngebiet. Die Voraussetzungen waren gut:

    • prägnante Baukörperstellung
    • gut proportionierte Fassaden
    • großzügige begrünte Freiflächen

    Grundrisskonzept für die Zukunft
    Weil ohnehin die gesamte Haustechnik erneuert werden musste, konnten die Planer die Grundrisse so verändern, dass sie heutigen Bedürfnissen entsprechen. Vorgehängte Stahlbalkone verbessern den Wohnwert und werten die Häuser optisch auf.

    Verdichtung alt und neu
    Großzügige Gebäudeabstände erlaubten einen Ausbau der Dachgeschosse. Dabei wurden die Dächer abgenommen und die Traufe um 1,6 m angehoben. So entstanden 80 zusätzliche Wohnungen. Im Nordosten der Siedlung wurde ein Neubau ergänzt. Dort wurden 60 moderne öffentlich geförderte Wohnungen (je 1-4 Zimmer), mit südorientierten Balkonen oder Terrassen errichtet .

    Materialrecycling
    Baumaterial wurde nach Möglichkeit wiederverwendet. Bei der Dacherweiterung konnten die alten Sparren erhalten und neu abgebunden werden. Die Kunststofffenster
    konnten aus Kostengründen nicht ersetzt werden.

    Freiraumorganisation
    Ein Teil der Freiflächen wird als Mietergärten direkt den Erdgeschosswohnungen zugeordnet (mit Hilfe stufenweiser Geländeaufschüttungen). Die Gemeinschaftsflächen bieten Spielflächen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Neue Freiräume wurden durch den Neubau einer Quartierstiefgarage mit 111 Stellplätzen geschaffen. Die Mieter der oberen Neubauetagen können auf Wunsch Mietergärten erhalten, die in der Gemeinschaftsfläche vorgehalten werden.