Punkthochhäuser
Modernisierung Soziale Stadt
Herschelstraße, Guerickestraße, 85057 Ingolstadt
Fertigstellung: 2007 – 2008
Modernisierung von 419 Mietwohnungen
Investitionsvolumen: ca. 9,3 Mio. €
Planung: Adam Architekten, München
Landschaftsplanung: Beyer Landschaftsarchitekten, Ingolstadt

Quartiersaufwertung
Das Planungskonzept für die Punkthäuser an der Herschelstraße verfolgt das Ziel, das Wohnquartier im Ingolstädter Piusviertel nachhaltig aufzuwerten und den Bedürfnissen seiner Bewohner gerecht zu werden. Im Mittelpunkt stehen die Verbesserung der Aufenthaltsqualität, eine barrierefreie und übersichtliche Wegeführung sowie die Schaffung attraktiver Freiräume durch Mietergärten, moderne Spielbereiche und eine Neuordnung der Grünflächen und Müllstandorte. Gleichzeitig werden überalterte Strukturen zurück gebaut und durch zukunftsfähige Lösungen ersetzt. Das Konzept basiert auf einer wirtschaftlichen, nachhaltigen und pflegeleichten Planung, die den Naturschutz und die Stadtökologie berücksichtigt und durch identitätsstiftende Gestaltung den Charakter des Quartiers stärkt.
Fokus
Eine umfassende energetische Sanierung führt zu einer deutlichen Reduzierung der Nebenkosten. Durch die Verglasung der Loggien sowie die Anlage von Mietergärten wird der Wohnwert nachhaltig gesteigert. Eine umfangreiche Neugestaltung des Wohnumfelds schafft zusätzliche Aufenthaltsqualität und wertet das gesamte Quartier langfristig auf.
Objektbeschreibung
Im Piusviertel von Ingolstadt, einem Viertel mit hohem Migrationsanteil, wurden im Rahmen des Programms “Soziale Stadt” neun neungeschossige Mehrfamilienhäuser mit je ca. 45 Wohneinheiten hinsichtlich ihres Energieverbrauchs optimiert. Bauliche Maßnahmen waren die Verstärkung der Wärmedämmung mit Hilfe eines Wärmedämmverbundsystems, die teilweise Erneuerung der Fenster und die Umformung von Loggien und Balkonen durch eine Verglasung zu Wintergärten (thermischer Pufferraum). Darüber hinaus wurde eine kontrollierte Abluftanlage mit zentralem Ventilator im Dachgeschoss installiert. Die vorgewärmte Zuluft wird aus den verglasten Loggien bzw. Wintergärten angesaugt.
Gleichzeitig sollte auch die Nutzungsqualität verbessert werden. Zur Wohnumfeldverbesserung wurde der Bereich vor dem Eingang des Hauses erneuert und umgestaltet. Die Wohnungen im Erdgeschoss wurden mit Mietergärten ausgestattet. Für einen temporären und pflegeleichten Sonnenschutz wurde ein Spalier aus Stahlseilen installiert, an dem sich Kletterpflanzen hochranken. Zugleich werden dadurch die Freibereiche während des Sommers weitgehend gegen Einblicke geschützt.
Der Energieverbrauch für Warmwasser und Heizung konnte in Bezug auf das Jahr 2003 um über 30 % gesenkt werden.





















